Harener Tafel i. Tr. der Lingener Tafel e. V.

Öffnungszeiten: Donnerstag 15:00 - 17:00 Uhr

Gemeindehaus der ev.-luth. St.-Johannis-Gemeinde

Werftstraße 22
49733 Haren
Tel.: 05932 1815 oder 0160 94157070

Ansprechpartnerin:
Marianne Ströer
mariannestroeer@gmail.com

Spendenkonto Harener Tafel:

Sparkasse Emsland
(BLZ 266 500 01) 1101 415 618
SWIFT-BIC: NOLADE21EMS
IBAN: DE10 2665 0001 1101 4156 18

Stadtplan zur Harener Tafel

13.01.2018 - Ferienzentrum Dankern spendet 35.000 Euro

17.11.2017 - Spendenaktion der Oberschule für Harener Tafel

Harener Tafel feiert 10-jähriges Jubiläum

 Jede Woche donnerstags öffnet die Harener Tafel ihre Pforten um 15 Uhr. Viele Kunden stehen dann bereits Schlange. Seit zehn Jahren wird die Einrichtung jetzt in der Schifferstadt betrieben, die Zahl der Kunden ist hoch. „Gut 70 bis 80 kommen regelmäßig“, erzählt Marianne Ströer. Seit dem Startschuss vor gut zehn Jahren leitet sie die Einrichtung. „Ein Glücksfall für uns“, wie Annegret Schepers, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Haren, findet. „Es braucht solche engagierten Menschen, um eine solche Einrichtung zu betreiben“, sagt sie. Häufig sei Schepers vor Gründung der Einrichtung bei ihrer Arbeit auf Menschen gestoßen, die per Bus oder Bahn nach Meppen fuhren, um dort bei der Tafel einzukaufen. „Für Produkte aus den Läden fehlte ihnen schlichtweg das Geld.“ Mit Blick auf die Zahlen waren für Schepers als auch für Harens Bürgermeister Markus Honnigfort klar, dass auch in Haren die Einrichtung wichtig sei. Gemeinsam mit dem Leiter der Freiwilligenagentur Martin Schwill als auch vielen weiteren Ehrenamtlichen wurde dann ein Konzept entwickelt, andere Tafeln besucht und am Ende Räumlichkeiten im Keller des Gemeindehaus der ev.-luth. St.-Johannis-Gemeinde bezogen. Unter dem Dach der Lingener Tafel fungiert die Harener Tafel nun seit einem Jahrzehnt. Zahlreiche Umbauten wurden bereits getätigt, der Eingangsbereich leichter zugänglich gemacht. Unterstützung finden die Ehrenamtlichen bei der Stadtverwaltung aber ebenso auch bei der katholischen und der evangelischen Gemeinde. Doch stets ist die Einrichtung auch auf private Spenden angewiesen. Sowohl in finanzieller Hinsicht als auch bei den Lebensmitteln. Regelmäßig werden diese von den Lebensmittelhändlern gesammelt. „Wir haben im Stadtgebiet glücklicherweise viele Händler, die uns Waren überlassen“, erzählt Ströer. Dazu kämen regelmäßige Spenden von Landwirten, die die Tafel mit frischen Eiern und Kartoffeln kostenlos versorgten. Doch auch diverse Aktionen, wie etwa die Aktion „eins mehr“ der Pfadfinder und der Firmlinge kämen der Tafel zugute. Zudem sei das Spendenaufkommen in Haren noch immer hoch. „Das ist gut so, denn wir benötigen das Geld händeringend“, sagt Ströer. Nach ihren Berechnungen werden gut 250 Personen versorgt. 40 Ehrenamtliche arbeiten dazu in der Einrichtung, aufgeteilt in vier Gruppen. Und die Arbeit ist immens. Ankommende Ware muss sortiert und begutachtet werden, bestimmte Produkte in die Kühlschränke verfrachtet werden. Ebenso muss am Ausgabetag alles parat stehen. Die Kunden kommen dann einzeln hinein, werden betreut, äußern ihre Wünsche und zahlen zwei Euro pro Erwachsenen und 50 Cent je Kind pro Einkauf. „Das ist auch wichtig fürs Selbstwertgefühl der Kunden“, sagt Ströer. Sie kommen häufig nicht nur, um die Lebensmittel zu erhalten, sondern auch um mit den Ehrenamtlichen zu reden. „Viele erzählen uns von Problemen zu Hause, ihre Sorgen und Nöte. Wir versuchen immer ein offenes Ohr zu haben“, erzählt Ströer. Das Vertrauen ist auch deshalb da, weil alle Ehrenamtlichen einer Schweigepflicht unterliegen. Noch immer sei bei einigen Mitbürgern die Hemmschwelle zu hoch, zur Tafel zu gehen. „Hier muss ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden“, fordert deshalb Pastor Torben Rakowski. „Der Gang zur Tafel ist keine Schande“, lädt er ein. Er und die Mitstreiter der Tafel sehen ein hohes Potenzial an Bedürftigen in der Schifferstadt. „Viele Menschen gehen leider einer prekären Beschäftigung nach, das Einkommen reicht bei weitem nicht für den Unterhalt“, weiß auch Martin Schwill. Neben der steigenden Altersarmut verzeichnet er eine Zunahme an Kunden, die zwar Arbeit hätten, aber durchaus bedürftig sind. „Auch sie sind herzlich eingeladen“, sagt er. Dabei würde lediglich der Einkommensnachweis benötigt. Auch zukünftig wollen die vielen Mitarbeiter die Tafel ehrenamtlich betreiben. Allein schon, weil sie helfen können und es ab und an auch sehr schöne Erlebnisse gibt. So etwa eine dreifache Mutter, die sich für die Unterstützung in schweren Zeiten bedankte, als sie wieder eine gut bezahlte Stelle fand und nicht mehr auf die Tafel angewiesen war. „Das sind dann die Momente, für die wir arbeiten“, erzählt Ströer. Sie selbst und das Team der Harener Tafel hatten im vergangenen Jahr den Bürgerpreis der Stadt Haren für ihr Engagement erhalten. „Auch das war eine wohltuende Anerkennung für uns alle hier“, sagt sie.

(Text: Matthias Engelken)

28.09.2017 - Kunden stehen Schlange bei Harener Tafel

06.06.2017 - Kunden spenden Lebensmittel

04.04.2017 - Harener Kleiderbörsen-Team hilft Harener Tafel

18.01.2017 - Dankern spendet 38.000 Euro

18.01.2017 - Dankern spendet 38.000 Euro

07.12.2016 - Gymnasium Haren widmet sich der Flüchtlingssituation

26.08.2016 - Gelebte Werte am Gymnasium Haren

25.08.2016 - Neuer Zugang zur Harener Tafel freigegeben

18.08.2016 - Pfarrgemeinde spendet für Harener Tafel

20.06.2016 - Schüler helfen Bedürftigen

04.05.2016 - "Eins mehr" für die Tafel in Haren

21.01.2016 - Ferienzentrum spendet 30.000 Euro

Ferienzentrum_spendet_21.01.2016.pdf

16.01.2016 - Scheck für die Harener Tafel

Scheck_fuer_die_Harener_Tafel_16.01.2016.pdf

02.12.2015 - Erlös des Harener Kalenders für die Tafel bestimmt

Haren_02.12.2015.pdf

13.11.2015 - Harener Tafel erhält Zuschuss für Umbau

Harener_Tafel_erhaelt_Zuschuss_fuer_Umbau_13.11.2015.pdf

12.10.2015 - Marienschüler spenden für Harener Tafel

Marienschueler_spenden_fuer_Harener_Tafel_12.10.2015.pdf

08.05.2015 - "Eins mehr" für die Tafel in Haren

Eins_Mehr_fuer_die_Tafel_in_Haren_08.05.2015.pdf